Lokale Blitzkarte für Karlsruhe und die Region
Update nur bei interessanter Wetterlage z. B. lokaler Blitzaktivität, dann aber mit Intervallen bis 3 Minuten, so dass die Gewitter sehr zeitnah beobachtet werden können. Bitte Datum und Uhrzeit beachten. Die Hauptkarte wird laufend aktualisiert.


Ortung von Gewitterzellen mit elektrischer Feldmühle



Funktionsweise
Die Feldmühle erkennt positive und negative Ladung in der Luft (Wolken) innerhalb des Horizonts (= 50 km um meinen Standort. Die Werte werden als Linie bzw. Kurve in das Diagramm eingezeichnet. Die x-Achse zeigt die Uhrzeit, die y-Achse die Amplitude (Stärke und Polarität in Kilovolt pro m²) der gemessenen Ladung. Beim Ablesen bitte auf die Maßeinheiten achten, denn ich wechsele diese je nach Wetterlage, um ein übersichtliches Diagramm zu erhalten. Das sind die beiden Schalter am linken unteren Teil der Anzeige.

Anhand des Linienverlaufs kann man nun Gewitterzellen und Blitze ablesen
Bei schönem Wetter schwankt das elektrische-Feld zwischen 0 und +0,2 kV/m². Kommt Bewölkung hinzu oder es regnet, nimmt die Ladungsintensität zu. Erstes Anzeichen ist oft die Drift in den leichten negativen Bereich bis ca. + 0,2 kV/m². Sind die Wolken geladen dann sind Ausschläge von 2 kv/m² und mehr möglich. Das kann ein günstiges Umfeld zur Ausbildung oder Heranziehens einer Gewitterwolke sein. Schon bald lassen sich die ersten Blitze ablesen. Während eines Gewitters sind Ladungsstärken bis 10 kv/² üblich, bei schweren Gewittern auch 20 kv/². Erkennt das System eine hohe Feldstärke, so wird die Anzeige gelb (High-Field) oder rot (Very High-Field).

Eine heranziehende oder sich bildende Gewitterzelle zeigt sich, wenn aus der linienförmigen Anzeige sich eine Kurve ausbildet: Die Kurve steigt zunächst im positiven Bereich an, um dann in den negativen zu wechseln (Bauch). Beim durchstoßen der Nulllinie ist die Zelle in etwa über meinem Standort. Je weiter die Kurve in den negativen Bereich fällt, desto mehr entfernt sich die Gewitterzelle. Wenn die Zelle aus dem Erfassungsbereich der Feldmühle abzieht, dann geht die Linie wieder gegen null bzw. in den normalen Linienbereich knapp über null.

Blitze werden bis ca. 30 km Entfernung erkannt. Sie sind an den Linienförmigen Ausschlägen aus der Kurve nach oben oder unten ersichtlich. Kleine Ausschläge sind entfernte Blitze. Je größer diese sind, desto näher ist der Blitz. Die Anzeige färbt sich lila (Ligtning dected). Der Radarschirm rechts wird entsprechend der Entfernung des Blitzes lila eingefärbt.


Diagramme von markanten Gewittertagen

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