Historie Seit dem 15.02.1997 bin ich lizenzierter Funkamateur. Damals habe ich Prüfung zur Lizenzklasse C (Rufzeichen DB8PWE) abgelegt. Diese berechtigte zum Betrieb im UKW-Bereich auf den Bändern ab 2 Meter. Am 07.03.1998 habe ich die Prüfung zur Lizenzklasse A abgelegt, die der heutigen Klasse A entspricht. Seit dem bin ich mit dem Rufzeichen DH8PW (gesprochen Delta-Hotel-8-Papa-Whisky) QRV (=empfangsbereit). Damit kann ich auf allen Amateurfunkbändern (auch Kurzwelle) und in allen zugelassenen Betriebsarten Amateurfunkbetrieb durchführen. Daneben bin ich auch für den Ausbildungsfunkbetrieb zugelassen, mit dem Rufzeichen DN2PW.
Betrieb und Technik Aktiv bin ich meistens auf der Kurzwelle auf den Bändern zwischen 80 und 10 Meter. Bevorzugt verwende ich die Morsetelegrafie. Bin zwar wirklich nicht sehr gut, aber 60 Zeichen pro Minute kann ich geben (senden), beim Hören hilft mir ab und an der PC: Die Soundkarte decodiert die Signale und eine Software stellt die Signale in Zahlen und Buchstaben dar. Dies ist jedoch nur ein Hilfsmittel, da Störgeräusche eine genaue Entschlüsselung nicht zulassen. Im UKW-Bereich bin ich meistens nur Sonntags beim Rundspruch auf dem 2m FM-Relais Karlsruhe auf 145.675 MHz zu Gange. Packet Radio (eine Art “Internet” über das Amateurfunknetz: langsam aber kostenlos) betreibe ich -allerdings nur selten- über das 70 cm Band. Antennen habe ich drei Stück aufgebaut: Eine “G5RV” (siehe erstes Foto) mit 31 Metern Länge für die Kurzwellenbänder 80 Meter bis 10 Meter. Eine “Ringo” (modifizierter Rundstrahler) für den Betrieb auf 2 Meter. Für Packet-Radio verwende ich eine Zimmer-Antenne “HB9CV”. An Gerätschaften habe ich einen Kennwood TS 2000 und einen Kennwood TS 570 Transceiver (= Sende- und Empfangsgerät, drittes Foto) mit denen ich sowohl auf Kurzwelle als auch auf Ultrakurzwelle (UKW) Betrieb mache.
Motivation Amateurfunk Amateurfunk ist im Zeitalter von Internet und Mobilfunk eine besondere Art der Kommunikation. Für mich besteht ein Anreiz darin, ohne Flatrate und Provider, Kontakt zu anderen zu erreichen, wenn ich möchte weltweit. Alles was man dazu braucht, kann man wenn man will selber bauen. Von Antennen bis zu den Geräten, kann der lizenzierte Funkamateur alles bauen und auch gekaufte Geräte technisch verändern, innerhalb der Regelungen des Amateurfunkgesetzes. Das macht schon einen besonderen experimentellen Reiz aus. Dabei ist Amateurfunk nicht auf Sprachkommunikation beschränkt: z. B. Packet Radio (eine Art Internet über Funk), Amateurfunkfernsehen, Schmalbildfernsehen (Übertragung von Bildern). Auch digitale Betriebsarten wie z. B. Pactor sind möglich. Nicht zu vergessen die gute alte Morsetelegrafie. Die Verbindungen kommen via Direktverbindung oder indirekt über automatische Relais (auf der Erde oder auch via Satellit) zustande. Eine besondere Art sind Verbindungen, bei denen der Mond, Regentropfen oder auch Sternschnuppen als Reflektor für die Funkwellen verwendet wird und so große Reichweiten ermöglich.
Wie wird man Funkamateur? Am Anfang muss nicht sofort die Lizenzprüfung stehen. Zunächst kann man sich an einen der Clubabende eines Ortsverbandes oder im Internet über das Hobby weiter informieren. Diese Ortsverbände gibt es fast in jeder Stadt. Z. B. auch bei meinem Ortsverband Ettlingen. Im Rahmen des Ausbildungsfunkbetriebes kann man auch ohne Lizenz schon einmal -unter Mitwirkung eines Inhabers einer Ausbildungslizenz- auf Sendung gehen. Hat man jetzt konkretes Interesse, seht als nächstes die Erlangung der Lizenz auf dem Plan. Dazu ist eine Prüfung erforderlich. In der Vorbereitung dazu erlernt man die notwendigen technischen und betrieblichen Kenntnisse, die es ermöglichen mit den Funkamateuren zugestandenen weitreichenden Möglichkeiten sicher umzugehen. Es gibt derzeit 2 Lizenzklassen: Die Lizenzklasse E ist die relativ leicht zu erlernende Lizenz. Zwar berechtigt diese “nur” den Betrieb auf UKW mit kleiner Leistung, aber dafür sind die erforderlichen Kenntnisse sehr überschaubar. Sie eignet sich daher auch als Lizenz für den Einsteiger. Die Lizenzklasse A ist die normale Lizenz und berechtigt für den Betrieb auf allen Amateurfunkbändern mit den jeweils zulässigen Leistungen. Morsekenntnisse werden nicht mehr verlangt.
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